Philipp Peter und Daniel Widmer befinden sich im dritten Lehrjahr zum Fachmann Betriebsunterhalt. Eigentlich sind die beiden für den Unterhalt und die Instandhaltung der Infrastruktur auf dem Flughafenareal zuständig. Eine Multifunktionskiste für den Skaterplatz gehört nicht zu den Kernaufgaben der beiden Lernenden. «Für mich war es aber eine willkommene Abwechslung», sagt Daniel Widmer. «Wir konnten diverse Arbeiten ausführen, die wir sonst während der Ausbildung nie machen.» Die Multifunktionskiste ist ein 110 Zentimeter breites, 190 Zentimeter langes und ein Meter hohes Betonelement und trägt den Projektnamen «Skater Instrument PPDW 2011». Aber nicht nur deshalb war der Bau auch für Philipp Peter speziell: «Wir sind bald fertig mit unserer Ausbildung am Flug hafen. Dass ich kurz vor Schluss noch ein solches Projekt realisieren durfte, hat mich gefreut.»
Eine Kiste zum Putzen und Skaten
Die Idee für die Multifunktionskiste stammt von Fritz Jeker, Projektleiter Elektro bei der Airfield Maintenance der Flughafen Zürich AG, der durch seinen Sohn auf die grosse Unordnung beim Skaterplatz aufmerksam wurde. «Früher lag hier die ganze Zeit Müll. Ich suchte deshalb nach Lösungen und kam so auf die Idee eines zerstörungssicheren Elements.» Daraus entstand ein Projekt für die Lernenden und als Folge der Auftrag an Peter und Widmer. Auch die Stadt Kloten half beim Kampf gegen die Unordnung mit und bezahlt nun einen Arbeitslosen, der zwei Mal pro Woche den Park reinigt. «Die Kiste wurde so gebaut, dass der Reiniger nun seine Putzgeräte lagern kann. Gleichzeitig entstand aber auch ein neues Hindernis für Skater», gibt Fritz Jeker Auskunft, «deshalb der Name «Multifunktionskiste».
Planen, Organisieren, Bauen
Bevor mit dem Bau begonnen werden konnte, trafen die zwei Lernenden einige Vorbereitungen. «Als erstes haben wir die Pläne gezeichnet. Das war eine grosse Herausforderung, weil wir das bisher noch nie gemacht haben», erklärt Daniel Widmer. Auch die Materialbestellung war neu: «Wir mussten vorher kaum Material bestellen. Es war nicht einfach, dabei nichts zu vergessen», meint Philipp Peter. «Ausserdem mussten wir auch den ganzen Projektablauf zeitlich planen. Eine Aufgabe, die bisher unsere Betreuer übernommen haben.» Zur Planung und Vorbereitung gehörten auch diverse Sitzungen. Dabei haben sie auch Protokoll geführt, was eine komplett neue Erfahrung gewesen sei.
Als Ende März endlich alles vorbereitet war, konnten die beiden Lernenden mit dem Aushub beginnen. Anschliessend wurden das Fundament gelegt und die Schalung vorbereitet. Die Schalung sind die Formen, in welche der Beton eingegossen wird. Nach dem Trocknen werden die Schalungsteile wieder entfernt. «Diesen Ablauf mussten wir zuerst noch lernen. Zum Glück konnten wir uns bei allen Arbeitsschritten auf die Hilfe unserer Betreuer verlassen», so Widmer. Neben den Lernenden haben auch Andreas Vogt, Christian Augsburger und Daniel Dalla Monta am Projekt mitgearbeitet.
Der Feinschliff zum Schluss
«Als der Beton trocken war, haben wir noch Metallkanten angebracht, die vor allem für die Skater sind», erzählen die beiden. Damit diese nicht verrutschen, wurden sie bündig in das Element eingebracht und mit Haken verankert. Nachdem der Rohbau stand, mussten noch robuste und vandalensichere Türen gefertigt werden. Eine Aufgabe, die Philipp Peter gerne übernahm: «Die Türen sind eigentlich eine typische Schlosserarbeit. Mit Schweissen und Schlösser einbauen hatte ich kaum Erfahrung, trotzdem ist mir beides gut gelungen. » Ende April wurden als letzter Schritt die fertigen Türen angebracht. Philipp Peter und Daniel Widmer sind glücklich mit dem Ergebnis und hoffen, dass der Skaterplatz in Zukunft sauber bleibt. Auch Fritz Jeker ist zufrieden mit der Arbeit der beiden jungen Männer. «Das Element ist gut gelungen. Ich bin froh, dass wir dank dem Einsatz der beiden Lernenden etwas zur Sauberkeit beim Skaterplatz beitragen konnten.»
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